Veranstaltung des Ersten Wiener Lesetheaters
Texte und Briefe
Karoline von Günderrode / Rahel Varnhagen
Wer schreibt heute noch Briefe? Im frühen 19. Jh. waren sie für bürgerliche Frauen ein Weg,
die Enge und Isolation ihres häuslichen Daseins zu durchbrechen, mit Ihresgleichen zu
kommunizieren und vor allem – ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Karoline von Günderrode (1780-1806) und Rahel Varnhagen (1771-1833) sind zwei
unterschiedliche Protagonistinnen dieser Praxis. Sie haben zwar nicht miteinander
korrespondiert, waren aber Zeitgenossinnen: Erzogen in einem evangelischen Damenstift die
eine, die andere jüdischer Herkunft. Beide von scharfem Verstand, gebildet und um ihre
weibliche Identität kämpfend, beide über eine dramatische Liebesbeziehung strauchelnd, was
bei der einen tödlich endete…
Es lesen: Vera Albert, Klaus Haberl, Heidi Hagl,
und Gabriele Stöger (Gestaltung)
ORT: Avalon (Pfeilgasse 27, 1080 Wien)
19:00


